03 07 PSL ISMS Datensicherungs- und Archivierungsplan: Difference between revisions
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== Zielsetzung == | |||
Der Datensicherungsplan soll eine exakte Arbeitsanweisung für die Ausführung des Datensicherungskonzeptes und somit die konkrete Umsetzung Richtlinien. | |||
{ | Der Plan soll Definieren welche Daten wie oft auf welche Art gesichert werden unter Berücksichtigung der Sicherheitsziele. | ||
Die vorherige Klassifizierung der Daten ist zu berücksichtigen. | |||
== Spezifikation der zu sichernden Daten == | |||
Prinzipiell werden folgende Anwendungsdaten aus Verzeichnissen im Netzwerk gesichert: | |||
* \\pslsrv10\Pipeline | |||
* \\pslsrv10\Resources | |||
* \\pslsrv10\Projects | |||
* \\pslsrv25\Shares | |||
* \\pslsrv10\Media | |||
== Datensicherungsart == | |||
Für die Server und Verzeichnisse gelten folgende Regelungen. | |||
{| class="wikitable" | |||
|'''\\pslsrv10\*''' | |||
'''\\pslsrv25\Shares''' | |||
|'''Inkrementell''' | |||
|'''Vollbackup''' | |||
|'''Archivierung''' | |||
|- | |||
|'''Häufigkeit''' | |||
|jeden Tag | |||
|halbjährlich | |||
|Nach Projekt Abschluss | |||
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|'''Ausführung''' | |||
|1-Fach | |||
|1-Fach | |||
|2-Fach | |||
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|'''Verschlüsselung''' | |||
|Ja (AES 256Bit) | |||
|Ja (AES 256Bit) | |||
|Ja (AES 256Bit) | |||
|- | |||
|'''Lagerung''' | |||
|Intern | |||
|Intern | |||
|Intern + Extern | |||
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|'''Methode''' | |||
|Disk to Tape | |||
|Disk to Tape | |||
|Disk to Tape | |||
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== Inkrementell == | |||
Jeden Tag erfolgt ein verschlüsseltes inkrementelles Backup der Anwendungsdaten. Die Bandlaufwerke und Bänder befinden sich unter Verschluss in einem anderen Brandabschnitt. | |||
Um den Rhythmus von inkrementellen Sicherungen zu erhöhen sind weitere Maßnahmen erforderlich: | |||
* Verlegung des Datensicherungs Hard/Software Systems in einen anderen Brandabschnitt. | |||
* Verlegung des Datensicherungsbestandes in einen anderen Brandabschnitt. | |||
== Archivierung == | |||
Da mit der betrieblichen Projektarbeit große Datenmengen anfallen, werden abgeschlossene Projekte verschlüsselt in zweifacher Ausführung auf Bänder archiviert und von den betreffenden Servern gelöscht. Der Zeitpunkt wird durch die Projektleiter festgesetzt. | |||
Die Lagerung erfolgt jeweils unter Verschluss. | |||
Vertrauliche Daten und sehr vertrauliche Daten werden bei der Archivierung nicht berücksichtigt sondern sicher gelöscht. | |||
== pslsrv10 und mobile Raids == | |||
Filmmaterial wird auf zwei jeweils gespiegelten (Raid-1) und verschlüsselten (AES 256) mobilen Raids getrennt (verschiedene Transport-Routen und -Mittel) vom Dreh zur Verarbeitung zu Parasol Island transportiert. Hier wird der Inhalt der Raids auf den zentralen Datenserver pslsrv10 kopiert. Ein Raid wird bis zum Projektende im 2. Serverraum in einem anderen Brandabschnitt als hochverfügbare Kopie gelagert. | |||
== Infrastruktur == | |||
Für die Datensicherung wird folgende Infrastruktur genutzt: | |||
* Backupserver: pslsrv05 | |||
* Bandlaufwerke: | |||
** 2x Neo Overland 4000 LTO 5 | |||
** 1x BDT LTO 6 | |||
** 1x Quantum Scalar i40 LTO 5 | |||
* Bänder: LTO 2 / LTO 3 / LTO 5 / LTO 6 | |||
Es werden die von dem Hersteller des Datensicherungssystems spezifizierten Medien genutzt. Reinigungsintervalle der Bandlaufwerke werden gemäß Herstellerhandbuch oder nach Anzeige des Datensicherungsgeräts vorgenommen. | |||
Als Datensicherungssoftware wird „Archiware P5“ eingesetzt. | |||
== Zeitfenster für ein Backup == | |||
Die Dauer einer Sicherung hängt im Wesentlichen von der Anzahl und der Größe der zu sichernden Dateien ab. Einen genauen Zeitpunkt für den Sicherungsbeginn der Anwendungsdaten kann deshalb nicht genannt werden. Der Beginn der inkrementellen Sicherungen ist täglich um 20:00 Uhr. Die Backupinfrastruktur ist so ausgelegt, dass am darauffolgenden Tag spätestens um 09:00 alle Daten gesichert wurden. | |||
== Rekonstruktion von Daten == | |||
Ohne Datensicherung besteht keine Möglichkeit, zerstörte oder gelöschte Datenbestände wieder zu rekonstruieren. | |||
Prinzipiell werden alle spezifizierten Daten gesichert. Jedoch entstehen Lücken zwischen der letzten Datensicherung und dem aktuellen Zeitpunkt. Werden neue Daten in diesem Zeitraum erzeugt und auch wieder gelöscht, befinden sie sich noch nicht auf einem Sicherungsmedium. Die Daten sind in diesem Fall unwiederbringlich verloren. Beim Standardsicherungsverfahren kann der Zeitraum dieser Lücke maximal 1 Tage betragen. Jedoch verfügt der zentrale Datenserver pslsrv10 über eine Snapshot-Funktion, die in solchen Fällen die Verlustquote deutlich reduzieren kann. | |||
Besteht für eine Anwendung ein Bedarf an einer Verkleinerung dieser Lücke, so muss speziell für die Anwendung ein Sonderverfahren zur Datensicherung mit den Datenverantwortlichen entwickelt werden. | |||
== Rekonstruktionszeiten == | |||
Die Wiederherstellungsdauer von Daten hängt im Wesentlichen von der Anzahl und der Größe der zu rekonstruierenden Dateien ab. | |||
== Datensicherheit == | |||
Die Tape-Library ist so dimensioniert, dass die letzten 60 Tage Backup-Datensicherung jederzeit abgerufen werden können. Die Magnetbänder für diese inkrementelle Sicherung müssen niemals das geschützte Gehäuse des Bandlaufwerks verlassen. Die geschriebenen Daten werden AES 256Bit verschlüsselt. Die Tape-Library befindet sich in einem anderen Brandabschnitt als die zu sichernden Daten. Zugriff haben nur die Mitarbeiter, zu deren Aufgaben die Datensicherung gehört. | |||
== Kontrollen der Datensicherungen == | |||
Anhand von Protokollen der Sicherungssoftware wird wöchentlich der korrekte Ablauf der Sicherungsjobs geprüft. Bei fehlerhaften oder abgebrochenen Datensicherungen, besteht die Gefahr, dass betroffene Daten nicht zurückgesichert werden können. Wird bei der Kontrolle der Datensicherungen eine fehlerhafte Sicherung festgestellt, wird das Problem behoben und die entsprechende Sicherung noch einmal manuell angestoßen, soweit der reguläre Betrieb nicht durch diese Maßnahme gestört wird. Falls der Betrieb gestört wird, erfolgt die nächste Sicherung erst wieder nach dem normalen Schema. | |||
Zusätzlich wird regelmäßig geprüft, ob mit den vorhandenen Sicherungskopien der Daten eine Rekonstruktion durchgeführt werden kann. Dieses wird spätestens alle vier Wochen, mit zufällig ausgesuchten Daten, durchgeführt. | |||
== Sicherung von Dateien der Benutzer == | |||
Alle Mitarbeiter/Innen müssen sämtliche dienstliche Daten auf den spezifizierten Netzlaufwerken ablegen, da nur die Inhalte dieser Laufwerke auch bei der Datensicherung mitberücksichtigt werden. | |||
Weiterhin sind Mitarbeiter/Innen dazu angehalten in allen Anwendungen angemessene Einstellungen für ein automatisches Sichern Ihrer Arbeit vorzunehmen. | |||
Lokale Dateien sollten für den Betriebsablauf nur in Form von Systemdaten vorliegen. Es liegt in der Verantwortung des Benutzers, diese Daten selbst zu sichern. | |||
Revision as of 16:51, 28 March 2019
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Zielsetzung
Der Datensicherungsplan soll eine exakte Arbeitsanweisung für die Ausführung des Datensicherungskonzeptes und somit die konkrete Umsetzung Richtlinien.
Der Plan soll Definieren welche Daten wie oft auf welche Art gesichert werden unter Berücksichtigung der Sicherheitsziele.
Die vorherige Klassifizierung der Daten ist zu berücksichtigen.
Spezifikation der zu sichernden Daten
Prinzipiell werden folgende Anwendungsdaten aus Verzeichnissen im Netzwerk gesichert:
- \\pslsrv10\Pipeline
- \\pslsrv10\Resources
- \\pslsrv10\Projects
- \\pslsrv25\Shares
- \\pslsrv10\Media
Datensicherungsart
Für die Server und Verzeichnisse gelten folgende Regelungen.
| \\pslsrv10\*
\\pslsrv25\Shares |
Inkrementell | Vollbackup | Archivierung |
| Häufigkeit | jeden Tag | halbjährlich | Nach Projekt Abschluss |
| Ausführung | 1-Fach | 1-Fach | 2-Fach |
| Verschlüsselung | Ja (AES 256Bit) | Ja (AES 256Bit) | Ja (AES 256Bit) |
| Lagerung | Intern | Intern | Intern + Extern |
| Methode | Disk to Tape | Disk to Tape | Disk to Tape |
Inkrementell
Jeden Tag erfolgt ein verschlüsseltes inkrementelles Backup der Anwendungsdaten. Die Bandlaufwerke und Bänder befinden sich unter Verschluss in einem anderen Brandabschnitt.
Um den Rhythmus von inkrementellen Sicherungen zu erhöhen sind weitere Maßnahmen erforderlich:
- Verlegung des Datensicherungs Hard/Software Systems in einen anderen Brandabschnitt.
- Verlegung des Datensicherungsbestandes in einen anderen Brandabschnitt.
Archivierung
Da mit der betrieblichen Projektarbeit große Datenmengen anfallen, werden abgeschlossene Projekte verschlüsselt in zweifacher Ausführung auf Bänder archiviert und von den betreffenden Servern gelöscht. Der Zeitpunkt wird durch die Projektleiter festgesetzt.
Die Lagerung erfolgt jeweils unter Verschluss.
Vertrauliche Daten und sehr vertrauliche Daten werden bei der Archivierung nicht berücksichtigt sondern sicher gelöscht.
pslsrv10 und mobile Raids
Filmmaterial wird auf zwei jeweils gespiegelten (Raid-1) und verschlüsselten (AES 256) mobilen Raids getrennt (verschiedene Transport-Routen und -Mittel) vom Dreh zur Verarbeitung zu Parasol Island transportiert. Hier wird der Inhalt der Raids auf den zentralen Datenserver pslsrv10 kopiert. Ein Raid wird bis zum Projektende im 2. Serverraum in einem anderen Brandabschnitt als hochverfügbare Kopie gelagert.
Infrastruktur
Für die Datensicherung wird folgende Infrastruktur genutzt:
- Backupserver: pslsrv05
- Bandlaufwerke:
- 2x Neo Overland 4000 LTO 5
- 1x BDT LTO 6
- 1x Quantum Scalar i40 LTO 5
- Bänder: LTO 2 / LTO 3 / LTO 5 / LTO 6
Es werden die von dem Hersteller des Datensicherungssystems spezifizierten Medien genutzt. Reinigungsintervalle der Bandlaufwerke werden gemäß Herstellerhandbuch oder nach Anzeige des Datensicherungsgeräts vorgenommen.
Als Datensicherungssoftware wird „Archiware P5“ eingesetzt.
Zeitfenster für ein Backup
Die Dauer einer Sicherung hängt im Wesentlichen von der Anzahl und der Größe der zu sichernden Dateien ab. Einen genauen Zeitpunkt für den Sicherungsbeginn der Anwendungsdaten kann deshalb nicht genannt werden. Der Beginn der inkrementellen Sicherungen ist täglich um 20:00 Uhr. Die Backupinfrastruktur ist so ausgelegt, dass am darauffolgenden Tag spätestens um 09:00 alle Daten gesichert wurden.
Rekonstruktion von Daten
Ohne Datensicherung besteht keine Möglichkeit, zerstörte oder gelöschte Datenbestände wieder zu rekonstruieren.
Prinzipiell werden alle spezifizierten Daten gesichert. Jedoch entstehen Lücken zwischen der letzten Datensicherung und dem aktuellen Zeitpunkt. Werden neue Daten in diesem Zeitraum erzeugt und auch wieder gelöscht, befinden sie sich noch nicht auf einem Sicherungsmedium. Die Daten sind in diesem Fall unwiederbringlich verloren. Beim Standardsicherungsverfahren kann der Zeitraum dieser Lücke maximal 1 Tage betragen. Jedoch verfügt der zentrale Datenserver pslsrv10 über eine Snapshot-Funktion, die in solchen Fällen die Verlustquote deutlich reduzieren kann.
Besteht für eine Anwendung ein Bedarf an einer Verkleinerung dieser Lücke, so muss speziell für die Anwendung ein Sonderverfahren zur Datensicherung mit den Datenverantwortlichen entwickelt werden.
Rekonstruktionszeiten
Die Wiederherstellungsdauer von Daten hängt im Wesentlichen von der Anzahl und der Größe der zu rekonstruierenden Dateien ab.
Datensicherheit
Die Tape-Library ist so dimensioniert, dass die letzten 60 Tage Backup-Datensicherung jederzeit abgerufen werden können. Die Magnetbänder für diese inkrementelle Sicherung müssen niemals das geschützte Gehäuse des Bandlaufwerks verlassen. Die geschriebenen Daten werden AES 256Bit verschlüsselt. Die Tape-Library befindet sich in einem anderen Brandabschnitt als die zu sichernden Daten. Zugriff haben nur die Mitarbeiter, zu deren Aufgaben die Datensicherung gehört.
Kontrollen der Datensicherungen
Anhand von Protokollen der Sicherungssoftware wird wöchentlich der korrekte Ablauf der Sicherungsjobs geprüft. Bei fehlerhaften oder abgebrochenen Datensicherungen, besteht die Gefahr, dass betroffene Daten nicht zurückgesichert werden können. Wird bei der Kontrolle der Datensicherungen eine fehlerhafte Sicherung festgestellt, wird das Problem behoben und die entsprechende Sicherung noch einmal manuell angestoßen, soweit der reguläre Betrieb nicht durch diese Maßnahme gestört wird. Falls der Betrieb gestört wird, erfolgt die nächste Sicherung erst wieder nach dem normalen Schema.
Zusätzlich wird regelmäßig geprüft, ob mit den vorhandenen Sicherungskopien der Daten eine Rekonstruktion durchgeführt werden kann. Dieses wird spätestens alle vier Wochen, mit zufällig ausgesuchten Daten, durchgeführt.
Sicherung von Dateien der Benutzer
Alle Mitarbeiter/Innen müssen sämtliche dienstliche Daten auf den spezifizierten Netzlaufwerken ablegen, da nur die Inhalte dieser Laufwerke auch bei der Datensicherung mitberücksichtigt werden.
Weiterhin sind Mitarbeiter/Innen dazu angehalten in allen Anwendungen angemessene Einstellungen für ein automatisches Sichern Ihrer Arbeit vorzunehmen.
Lokale Dateien sollten für den Betriebsablauf nur in Form von Systemdaten vorliegen. Es liegt in der Verantwortung des Benutzers, diese Daten selbst zu sichern.