Nutzungsrechte und Buyouts: Difference between revisions
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== Nutzungsrechte | == Was sind Buyouts / Nutzungsrechte == | ||
Nutzungsrechte = Buyouts werden im Rahmen einer Produktion für Verschiedenes fällig, in der Regel für: | |||
* Darsteller*innen | |||
* Sprecher*innen | |||
* Musik | |||
* Stockfootage / Archivmaterial | |||
* Characterdesigns | |||
* Design / Logos | |||
Die Nutzungsrechte beziehen sich dabei immer auf: | |||
* einen bestimmten Nutzungsraum wie z.B. Deutschland | |||
* eine bestimmte Dauer wie z.B. ein Jahr | |||
* bestimmte Medien wie z.B. Online oder TV | |||
* und können exklusiv sein (nur für diese eine Kampagne, bedeutet niemand anderes kann z.B. die gleiche Musik nutzen) oder nicht exklusiv sein | |||
Es gibt bei Nutzungsrechten ein paar wichtige Watchouts: | |||
* Kund*innen sind oftmals erstmal sehr vage mit ihren Angaben ''"Ich will das für immer und überall nutzen."'' Für viele Inhalte ist das natürlich unrealistisch und treibt die Kosten in die Höhe. Hier sind wir als Berater*innen unserer Kund*innen gefragt. Braucht er wirklich TV Nutzungsrechte für einen unbegrenzten Zeitraum? Geht das Asset ins Kino? Ist der Inhalt relevant für eine Zielgruppe in China? | |||
* Sofern der Kunde / die Kundin die Produktion gar nicht nutzt, in der Darsteller*innen etc. vorkommen, ist die Zahlung von Nutzungsrechten natürlich strittig. Große Kunden schließen in diesem Fall eine Zahlung sogar direkt im Auftrag aus. An dieser Stelle müssen wir uns ebenso absichern und mit den Vertragspartner*innen, von denen wir Nutzungsrechte einkaufen, genau dies auch festhalten: werden die Inhalte nicht genutzt, werden keine Buyouts fällig / gezahlt. | |||
* Es macht immer Sinn, im Vorfeld die Buyouts zu verhandeln und einzukaufen und auch die mögliche Verlängerung von Buyouts zu verhandeln. Denn: Sind die Assets mit dem nutzungsrechtepflichtigen Material erstmal fertig, sitzen die Rechteinhaber natürlich am längeren Hebel der Verhandlung | |||
'''Kosten''' | |||
Was kosten Nutzungsrechte? Die Antwort: das ist sehr individuell: Du fragst ein Tonstudio nach Nutzungsrechten von Sprecher*innen und bekommst 3 Preise. Du schaust in 3 Stockfootage Archive und findest ganz verschiedene Preisranges. Daher: Hol Vergleichsangebote ein (wenn möglich), setz dich im Vorfeld mit dieser Frage auseinander, sprich mit Kolleg*innen, insbesondere aus den Bereichen FLM und ANM (Production Services), die sich damit auskennen. | |||
Für den Designbereich gibt es als Anhaltspunkt auch Formeln und Online Rechner. Diese gilt es gerne zu hinterfragen, aber sie bilden auch einen guten Anhaltspunkt: | |||
<nowiki>https://nutzungsrechte.online/</nowiki> | |||
<nowiki>https://designerwissen.allianz-deutscher-designer.de/designerwissen/werke-zur-nutzung-ueberlassen/</nowiki> | |||
Latest revision as of 15:28, 11 February 2025
Was sind Buyouts / Nutzungsrechte
[edit]Nutzungsrechte = Buyouts werden im Rahmen einer Produktion für Verschiedenes fällig, in der Regel für:
- Darsteller*innen
- Sprecher*innen
- Musik
- Stockfootage / Archivmaterial
- Characterdesigns
- Design / Logos
Die Nutzungsrechte beziehen sich dabei immer auf:
- einen bestimmten Nutzungsraum wie z.B. Deutschland
- eine bestimmte Dauer wie z.B. ein Jahr
- bestimmte Medien wie z.B. Online oder TV
- und können exklusiv sein (nur für diese eine Kampagne, bedeutet niemand anderes kann z.B. die gleiche Musik nutzen) oder nicht exklusiv sein
Es gibt bei Nutzungsrechten ein paar wichtige Watchouts:
- Kund*innen sind oftmals erstmal sehr vage mit ihren Angaben "Ich will das für immer und überall nutzen." Für viele Inhalte ist das natürlich unrealistisch und treibt die Kosten in die Höhe. Hier sind wir als Berater*innen unserer Kund*innen gefragt. Braucht er wirklich TV Nutzungsrechte für einen unbegrenzten Zeitraum? Geht das Asset ins Kino? Ist der Inhalt relevant für eine Zielgruppe in China?
- Sofern der Kunde / die Kundin die Produktion gar nicht nutzt, in der Darsteller*innen etc. vorkommen, ist die Zahlung von Nutzungsrechten natürlich strittig. Große Kunden schließen in diesem Fall eine Zahlung sogar direkt im Auftrag aus. An dieser Stelle müssen wir uns ebenso absichern und mit den Vertragspartner*innen, von denen wir Nutzungsrechte einkaufen, genau dies auch festhalten: werden die Inhalte nicht genutzt, werden keine Buyouts fällig / gezahlt.
- Es macht immer Sinn, im Vorfeld die Buyouts zu verhandeln und einzukaufen und auch die mögliche Verlängerung von Buyouts zu verhandeln. Denn: Sind die Assets mit dem nutzungsrechtepflichtigen Material erstmal fertig, sitzen die Rechteinhaber natürlich am längeren Hebel der Verhandlung
Kosten
Was kosten Nutzungsrechte? Die Antwort: das ist sehr individuell: Du fragst ein Tonstudio nach Nutzungsrechten von Sprecher*innen und bekommst 3 Preise. Du schaust in 3 Stockfootage Archive und findest ganz verschiedene Preisranges. Daher: Hol Vergleichsangebote ein (wenn möglich), setz dich im Vorfeld mit dieser Frage auseinander, sprich mit Kolleg*innen, insbesondere aus den Bereichen FLM und ANM (Production Services), die sich damit auskennen.
Für den Designbereich gibt es als Anhaltspunkt auch Formeln und Online Rechner. Diese gilt es gerne zu hinterfragen, aber sie bilden auch einen guten Anhaltspunkt:
https://nutzungsrechte.online/
https://designerwissen.allianz-deutscher-designer.de/designerwissen/werke-zur-nutzung-ueberlassen/